



Reisezeit: Mai 2026 | 17 Tage

Kosten: 1585 € pro Person

Orte & Regionen: New York City (New York), Yellowstone National Park (Wyoming), Bend (Oregon), Willamette National Forest (Oregon), Mount Hood National Forest (Oregon), Pacific Coast Highway 101 (Oregon), Redwood National and State Parks (Kalifornien), Pacific Coast Highway 1 und 101 (Kalifornien)
Die Highlights
- Einzigartiger USA-Roadtrip, wie man ihn selten kombiniert und preislich vollkommen in Ordnung
- New York City: Atemberaubender Blick vom Rockefeller Center auf die berühmteste Skyline der Welt
- Wildtier-Beobachtungen im Yellowstone: Bisonherden mit Kälbern, Kojote, Karibu und sogar ein Bär – alles in freier Wildbahn
- Grand Prismatic Spring: Die farbenprächtigste heiße Quelle der Welt wirkt vor Ort noch spektakulärer als auf Fotos
- Redwood National Park: Zwischen den höchsten (über 100m!) und ältesten (über 2000 Jahre!) Bäumen der Erde spazieren
- Oregons Pazifikküste: Kilometerlange Sandstrände, wilde Klippen und oft kaum andere Menschen weit und breit
Die Route und Zwischenstopps
Interaktive Karte: Bitte zoomen, um die Zwischenstopps genauer anzusehen
Tag 1–3: New York City
Das erste Mal New York City für mich – ich war sehr aufgeregt, was mich alles erwartet. Geflogen sind wir mit British Airways über London, da das deutlich günstiger war und mit 13:00 Uhr Ankunftszeit in New York war die Flugzeit optimal. Danach ging es direkt weiter zur Einreise/Immigration. Hier war alles unkompliziert und es hat uns gerade einmal 15 Minuten gekostet.
Da New York für uns nur ein kurzer Stop-over (zwei Nächte) war, kann ich gleich sagen, dass wir nur begrenzt Zeit hatten und uns auf das Wesentliche fokussieren mussten. Angekommen in Manhattan waren wir direkt beeindruckt von den riesigen Wolkenkratzern, die die Skyline prägen und der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Obwohl man die Bilder natürlich aus Filmen und sozialen Medien kennt, wirkt alles vor Ort noch einmal deutlich größer und imposanter. Ein absolutes Highlight war für uns die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. Von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline, das Empire State Building und den Central Park. Direkt morgens war es noch sehr ruhig und man hatte die Aussicht auch ein bisschen für sich.
Sehr beeindruckend war außerdem der Besuch des 9/11 Museums, vielleicht auch gerade weil das Ereignis noch gar nicht lange her ist und ich mich persönlich noch gut daran erinnern kann. Die Ausstellung im Museum ist jedenfalls hervorragend aufbereitet und vermittelt die Ereignisse mit vielen Hintergrundinformationen und echten Ton- und Videoaufnahmen. Hier muss man auch klar sagen, dass das auch eine erdrückende Wirkung entwickeln kann. Das Ticket hatten wir uns übrigens spontan am Schalter gekauft.
Natürlich durften auch die Klassiker nicht fehlen: ein entspannter Mittagsschlaf im Central Park, ein Spaziergang über die High Line und der Blick auf Manhattan von Brooklyn aus. Auch der Times Square mit seinem Trubel und den Menschenmassen war ein Erlebnis, das man zumindest einmal gesehen haben sollte. Für längere Strecken nutzten wir meist die U-Bahn, die mit rund drei Dollar pro Fahrt unkompliziert und die günstigste Option ist. Dank kontaktlosem Bezahlen mussten wir lediglich unser Smartphone an das Lesegerät halten.
Insgesamt fanden wir die unglaubliche Vielfalt der Menschen, Kulturen und Nationalitäten besonders faszinierend, die New York zu einem echten Schmelztiegel machen.










Tag 4–6: Yellowstone National Park und Grand Teton National Park
Nach dem Großstadtleben ging es für uns in eine komplett andere Welt – in den Yellowstone National Park. Doch zuerst sind wir mit einem Inlandsflug nach Las Vegas geflogen, haben dann den Mietwagen entgegen genommen und sind immer weiter Richtung nach Norden gefahren, bis wir nach 10 Stunden Fahrt im Bundesstaat Wyoming angekommen sind.

Wichtiger Tipp an dieser Stelle: Zwischen Las Vegas, Los Angeles und San Francisco gibt es für Mietwägen meist keine Einwegmieten. Bedeutet, ihr könnt den Mietwagen kostenlos an jeder dieser Stationen zurückgeben. Andernfalls würde eine Einwegmiete fällig werden.
Bereits die Anreise vermittelt das Gefühl, dass hier etwas Besonderes auf einen wartet. Den Zeitraum Mitte Mai können wir sehr empfehlen, da die Besucherzahlen noch überschaubar sind und viele Straßen (bis auf ein Pass) bereits geöffnet haben. Mit Temperaturen von rund 25 Grad hatten wir tatsächlich außergewöhnliches Glück, denn normalerweise ist es zu dieser Jahreszeit noch kühler (nur zwei Tage nach unserem Besuch hat es im Park geschneit).
Schon am ersten Tag waren wir überwältigt von den Farben der Grand Prismatic Spring, die ein sehr bekanntes Fotomotiv sind. Vor Ort konnte man direkt auf einem Holzsteg vorbei laufen und das hat natürlich noch einmal eine ganz andere Wirkung entfaltet. Fahrt daher auch unbedingt zum danebenliegenden Overlook, um die Farben von oben zu sehen! Ebenso faszinierend waren auch die Geysire rund um Old Faithful, die regelmäßig ihre Wasserfontänen in den Himmel schießen. Hier sollte man sich unbedingt auf der Seite des Yellowstone National Parks informieren, für wann die Ausbrüche der Geysire vorausgesagt werden. Auch der Yellowstone Lake und der Yellowstone Canyon gehörten für uns zu den absoluten Höhepunkten.








Aber noch viel mehr sind uns die Tiere in Erinnerung geblieben. Hier hätten wir stundenlang beobachten können. Fast täglich begegneten wir großen Bisonherden mit ihren Kälbern, außerdem konnten wir Karibus, einen Kyoten und sogar einen Bären beobachten. Solche Momente lassen einen wirklich demütig werden und zeigen, wie besonders diese Region eigentlich ist. Der Yellowstone Park wirkt an vielen Stellen fast „unberührt „unreal“ und vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Dankbarkeit, das nicht in Worte zu fassen ist. Diesen Park können wir euch wirklich ans Herz legen und er ist jeden Cent wert – auch wenn der Eintritt für ausländische Touristen in den letzten Jahren deutlich teurer geworden ist. Wir empfehlen daher unbedingt den America The Beautiful Pass zu kaufen, der sich ab dem zweiten Nationalpark schon gelohnt hat.
Übernachtet haben wir in St. Anthony, was für uns ein guter Kompromiss aus Lage und Preis war, da wir ohnehin jeden Tag von früh morgens bis spät abends im Park unterwegs waren. Wer es entspannter haben möchte, kann auch in West Yellowstone übernachten. Hier sind die Preise vor allem an Wochenenden und im Sommer deutlich teurer.





Grand Teton National Park
Direkt am südlichen Ende des Yellowstone National Parks beginnt der Grand Teton National Park, den wir daher an einem Tag kombiniert hatten. Die markante Bergkette dieses Parks fällt sofort ins Auge und erhebt sich spektakulär aus der Landschaft. Besonders die Fahrt entlang der Teton Park Road können wir empfehlen, da man immer wieder an Aussichtspunkten vorbeikommt, die fantastische Blicke auf die Berge ermöglichen. Auch der Jenny Lake und der Leigh Lake sind wunderschöne Orte für kleinere Wanderungen oder eine Pause am Wasser. Wer dort wandern möchte, sollte vorsichtshalber Bear Spray dabeihaben, da die Region ein großer Lebensraum für Bären ist.
Zum Abschluss des Tages schlenderten wir noch durch die kleine Westernstadt Jackson. Mit ihren Holzhäusern, Restaurants und Geschäften versprüht sie genau den Charme, den man sich von einer typischen Westernstadt vorstellt. Gleichzeitig eignet sie sich hervorragend als Übernachtungsort. Für uns waren die Tetons die perfekte Ergänzung zum Yellowstone und definitiv einen zusätzlichen Tag wert.



Tag 7: Ein langer Fahrtag
Der siebte Tag bestand fast ausschließlich aus Autofahren. Aufgrund der Lage des Yellowstone und Grand Teton National Parks lässt sich das kaum vermeiden, wenn man diese Parks nicht nur ausschließlich bereisen möchte. Wir entschieden uns für die rund zehnstündige Fahrt nach Bend (Oregon). Unterwegs machten wir einen Mini-Zwischenstopp bei den Craters of the Moon, einer beeindruckenden Vulkanlandschaft, die fast wie eine Mondoberfläche wirkt. Dank unseres America The Beautiful Passes war der Eintritt bereits abgedeckt. Auch wenn die Strecke mit 10 Stunden Fahrt echt lang ist, würden wir vermutlich wieder genauso fahren, denn die Landschaft dazwischen ist ausschließlich karg und dünn besiedelt.
Tag 8–9: Oregon Inland & Portland
Angekommen in Bend, haben wir uns direkt wohlgefühlt. Die Stadt wirkt modern, entspannt und sehr naturverbunden. Überall sah man Menschen in Outdoor-Kleidung, mit Mountainbikes oder auf dem Weg zu einer Wanderung. Dieser sportliche Lebensstil prägt die gesamte Atmosphäre der Stadt und verleiht ihr einen ganz eigenen Charakter. Besonders gut gefallen haben uns die vielen Restaurants, Cafés und kleinen Geschäfte.
Hotelempfehlung: Pine Ridge Inn (Bend, Oregon)
Übernachtet haben wir im Pine Ridge Inn, das wir aufgrund der ruhigen Lage und der angenehmen Atmosphäre weiterempfehlen würden. Die Zimmer haben einen Balkon/Terrasse (was für amerikanische Hotels selten ist) und sogar einen Kamin mit echtem Feuer (Gas). Das Frühstück am nächsten Morgen war auch super und wir hatten für alles gerade einmal 87 € bezahlt. Das nächste Mal würden wir vermutlich in diesem Hotel und in Bend zwei Nächte bleiben.





Übernachtung in der Suite (King Bed) vom 15. Mai – 16. Mai 2026 (Freitag auf Samstag)

Kosten für zwei Personen inklusive Frühstück: 87 €
Ein weiteres Highlight in Oregons Inland war die Wanderung entlang des McKenzie Rivers zu den Sahalie und Koosah Falls. Der Weg führt durch dichten Wald und verläuft fast die gesamte Zeit direkt am Wasser entlang. Die Landschaft wirkt unglaublich grün und erinnert stellenweise eher an Kanada als an die USA. Tatsächlich fanden wir es hier sogar grüner als auf Madeira.
Eigentlich wollten wir außerdem zum Trillium Lake fahren, um dort den Blick auf den Mount Hood zu genießen. Leider machte uns ein unerwarteter Wintereinbruch mit Schnee und schlechtem Wetter einen Strich durch die Rechnung. Dafür besuchten wir die Latourell Falls am Columbia River, die uns ausgesprochen gut gefallen haben.







Portland selbst konnte uns dagegen leider nicht überzeugen. Die hohe Zahl an Obdachlosen war unübersehbar und wir fühlten uns in einigen Bereichen der Stadt nicht besonders wohl. Da wir relativ häufig an den Städten der Westküste sind, würden wir sogar sagen, dass uns Portland am wenigsten gefallen hat und letztendlich auch die großen Sehenswürdigkeiten gefehlt haben. Wenn wir dennoch einen Stadtteil empfehlen würden, dann die gemütliche 23rd Avenue im Viertel Nob Hill mit ihren kleinen Geschäften und Cafés. In dieser Gegend ist auch eine Übernachtung zu empfehlen.

Shopping-Tipp: Wer dennoch nicht auf Portland verzichten möchte, sollte wissen, dass im Bundesstaat Oregon keine staatliche Umsatzsteuer („Sales Tax“) erhoben wird. Das bedeutet, dass beim Kauf von Waren in Oregon keine zusätzliche Verkaufssteuer anfällt. Viele Produkte wie Kleidung, Elektronik oder Smartphones sind dadurch oft günstiger als in US-Bundesstaaten oder als in Deutschland. Beachtet jedoch die geltenden Zoll- und Einfuhrbestimmungen bei der Rückreise.
Tag 10–16: Oregons Pazifikküste & Nordkalifornien
Ab dem zehnten Tag begann dann für uns einer der schönsten Abschnitte der gesamten Reise – die Pazifikküste Oregons. Schon am Cannon Beach waren wir beeindruckt von den ewig langen Sandstränden, den charmanten Holzhäusern und der entspannten Atmosphäre. Im Vergleich zum berühmten Highway 1 in Kalifornien geht es hier deutlich ruhiger zu, was den Reiz dieser Region noch verstärkt.
Hotelempfehlung: Ocean Cove Inn (Yachats, Oregon)
Für drei Nächte mieteten wir uns ein süßes Airbnb in Yachats, einem ruhigen und kleinen Küstenort mit aber ausreichend Restaurants und Geschäften. Dort verbrachten wir einige entspannte Tage und unternahmen kleinere Ausflüge. Die Unterkunft war renoviert und hatte eine schöne Terrasse mit Meerblick. Außerdem fanden wir die Leinen-Bettwäsche sehr angenehm, die zum Glück mal nicht mit extrem viel Weichspüler gewaschen war. Gleich daneben gibt es auch einen Coffee Shop „Dream Machine Coffee“ mit sehr gutem Kaffee. In unserem Airbnb hätten wir noch viele weitere Nächte verbringen können, aber es gab ja noch so viel zu sehen.




Übernachtung im Apartment (Queen Bed) vom 18. Mai – 21. Mai 2026 (Montag auf Donnerstag)

Kosten für zwei Personen und drei Nächte: 220 €
Auf der Fahrt entlang der Küste reiht sich ein Aussichtspunkt an den nächsten und man entdeckt ständig neue Strände, Buchten oder State Parks. Ehrlich gesagt lohnt es sich kaum, einzelne Strände hervorzuheben, da fast jeder Abschnitt wunderschön war und man es selbst erlebt haben sollte.
Je länger wir an der Küste fuhren, desto häufiger begegnete uns der typische Küstennebel. Manchmal lagen die Strände komplett im Grau, während wenige Kilometer im Inland strahlender Sonnenschein herrschte. Manchmal musste man aber nur ein bisschen weiter die Küste entlang fahren, bis die Sonne wieder zu Vorschein kam. Wenn die Strände zu sehen waren, dann waren sie fast immer ein Highlight.













Redwood National and State Parks
Besonders beeindruckt hat uns schließlich der Besuch der Redwood National und State Parks im Norden Kaliforniens. Die gigantischen Mammutbäume wirken auf Fotos zwar auch beeindruckend, doch ihre tatsächliche Größe kann man erst vor Ort wirklich begreifen. Die Atmosphäre zwischen diesen uralten Bäumen ist unglaublich ruhig und entschleunigend. Ein langer Spaziergang ist hier sehr zu empfehlen, zumal auch die Population der Bären deutlich geringer ist als z.B. im Yellowstone National Park. Lohnenswert ist der Newton B. Drury Scenic Parkway sowie der Lady Bird Johnson Grove Trail. Bitte beachtet, dass ihr für den Fern Canyon und Tall Trees Grove eine separate Genehmigung benötigt.
Zum Abschluss der Reise besuchten wir noch ein Outlet Center, da viele Marken in den USA deutlich günstiger sind als in Deutschland. Bevor es schließlich zurück nach Hause ging, verbrachten wir die letzten Stunden bei sonnigem Wetter in unserem Hotel in der Bay Area und ließen die Reise noch einmal Revue passieren.



Fazit
Die USA ist so vielfältig! Von dem Trubel und der Internationalität New Yorks über die spektakulären Landschaften des Yellowstone und Grand Teton National Parks bis hin zu wunderschönen Sandstränden an der Pazifikküste Oregons war jeder Abschnitt völlig atemberaubend und anders. Trotz der deutlich gestiegenen Eintrittspreise für National- und State Parks würden wir die Eintrittsgebühren jederzeit wieder tätigen, weil das Erlebnis dort einfach mit nichts zu vergleichen ist und einzigartig ist. Besonders die Kombination aus einer Großstadt wie New York City, Yellowstone, Oregons grünem Inland, den endlosen Stränden und den gigantischen Mammutbäumen in den Redwoods hat uns begeistert. Portland würden wir bei einer zukünftigen Reise vermutlich auslassen, alle anderen Stationen würden wir jedoch sofort wieder besuchen. Gerade die Küste Oregons und Nordkaliforniens hat uns mit ihrer Ruhe, den riesigen Stränden und den vergleichsweise wenigen Touristen nachhaltig beeindruckt.
Der Roadtrip hat uns mal wieder gezeigt, dass die USA auch preiswert sein kann und man nicht auf Qualität verzichten muss. Wenn wir heute auf die Reise zurückblicken, steht für uns fest: Diesen Roadtrip würden wir jederzeit noch einmal genauso machen.

Falls ihr eine ähnliche Reise plant, könnt ihr euch gerne bei mir melden. Durch meine eigenen Reiseerfahrungen kann ich euch bei der Planung unterstützen und aufzeigen, wie man bei Flügen, Hotels oder Mietwagen oft einiges sparen kann – ohne auf Qualität verzichten zu müssen.
Kostenübersicht
Im Folgenden findet ihr eine Übersicht der Kosten. Wir sind mit British Airways (Handgepäck, Umstieg in London) geflogen, der Inlandsflug war nonstop mit Delta (Handgepäck), wir haben in 2-4 Sterne-Hotels (oder vergleichbaren Motels/ Apartments) geschlafen und unser Mietwagen war ein Hyundai Elantra (Mittelklasse).
| Art | Kosten pro Person | Hinweise |
|---|---|---|
| Flüge | 645 € | British Airways + Delta |
| Hotels | 685 € | Mittel- und Premium-Klasse |
| Mietwagen | 255 € | Hyundai Elantra |
| Gesamt | 1585 € |


