Blick auf Paella Beach von oben mit türkisem Meer
Klares Wasser mit Felsen am Paella Strand
Blick auf das Bergdorf Olympus von weiten

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Manchmal findet man Reiseziele, die nicht mit großen Werbekampagnen oder Hotelanlagen auf sich aufmerksam machen, sondern einfach durch ihre Authentizität überzeugen. So habe ich Karpathos erlebt!

Die griechische Insel liegt zwischen den Tourismusmagneten Kreta und Rhodos und wird gerade deshalb vielleicht von vielen Urlaubern übersehen. Dabei bietet die Insel eigentlich alles, was man für einen entspannten Urlaub im Mittelmeer braucht: traumhafte Strände, (wirklich) glasklares Wasser, natürlich leckeres griechisches Essen und vor allem sehr gastfreundliche Menschen.

Der vielleicht größte Unterschied zu den bekannten Nachbarinseln ist jedoch die Ruhe. Große Hotelkomplexe oder überfüllte Touristenorte findet man auf Karpathos nicht. Wer also nach einem Nachtleben Ausschau hält, wird auf dieser griechischen Insel nicht glücklich werden. Zwar gibt es in der Inselhauptstadt Pigadia einige Bars, die sich für ein kühles Getränk zu später Stunde eignen, aber von einem Nachtleben kann man hier noch lange nicht sprechen.

Bereits am Flughafen merkt man, dass Karpathos deutlich ursprünglicher geblieben ist. An manchen Tagen landen hier nur wenige Flugzeuge und selbst in der Hauptsaison ist es total angenehm. Wir sind mit Austrian Airlines über Wien angereist, was problemlos funktioniert hat. Die etwas aufwendigere Anreise von Deutschland ist sicherlich ein Grund dafür, warum die Insel ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahren konnte. Für uns war genau das einer der größten Pluspunkte der gesamten Reise.

Die Inselhauptstadt Pigadia ist im Vergleich zu vielen anderen Urlaubsorten außerhalb von Karpathos echt entspannt. Hier gibt es diverse Restaurants, Bars, Geschäfte und eine schöne Promenade, aber eben ohne überfüllte Gassen oder Menschenmassen. Gerade für einen Ausflug am Abend zum Shoppen ist es dort sehr empfehlenswert. Wer einen Urlaubsort sucht, an dem noch nicht alles auf Massentourismus ausgerichtet ist, wird sich hier vermutlich sehr wohlfühlen. Uns ging es jedenfalls so.

Auch die typische griechische Gastfreundschaft ist auf Karpathos nicht nur ein Klischee, sondern tatsächlich überall spürbar. Egal ob in Tavernen, Cafés oder kleinen Geschäften – man fühlt sich als Gast immer willkommen. Genau das macht den Charme der Insel aus. Man kommt schnell ins Gespräch und erlebt Karpathos dadurch viel authentischer.

Wenn wir wieder nach Karpathos reisen (und davon gehen wir aktuell fest aus), würden wir definitiv wieder in Amoopi übernachten. Der kleine Ort liegt nur wenige Minuten mit dem Auto von Pigadia entfernt und bietet aus unserer Sicht die perfekte Mischung aus Ruhe und guter Infrastruktur. Die geschützte Lage sorgt dafür, dass der oft kräftige Wind auf Karpathos hier deutlich weniger spürbar ist als an anderen Orten der Insel.

Gleichzeitig hat man die Wahl zwischen mehreren Sand- und Kiesstränden. Entlang der Küste führt außerdem ein wunderschöner Spazierweg mit tollen Ausblicken auf das Meer. Trotz der ruhigen Atmosphäre gibt es nach meiner Einschätzung genügend Tavernen, ein Café und eine Bar für einen abwechslungsreichen Urlaub.

Übernachtet haben wir im Votsalakia Beach Hotel in Amoopi. Luxus sollte man hier nicht im klassischen Sinne erwarten, dafür aber echte Gastfreundlichkeit, die genauso viel wert ist. Die Besitzer setzen sich morgens mit den Gästen an den Frühstückstisch, unterhalten sich und kennen viele Stammgäste bereits seit Jahren. Natürlich sollte man auf Karpathos eine gewisse Gelassenheit mitbringen, wenn das Wasser mal für eine Nacht ausfällt. Alles in allem war das Preis-/Leistungsverhältnis aber wirklich in Ordnung.

Wer moderner wohnen möchte, dem würde ich besonders das Cavo Marelia empfehlen. Die modernen Zimmer, die direkte Strandlage und der Infinity Pool haben uns wirklich beeindruckt. Es gibt hier eine große Auswahl an verschiedenen Zimmern: ganz normal mit Gartenblick, mit Meerblick, mit Poolzugang, mit eigenen Pool, mit Whirlpool uvm. Das Hotel hat wirklich einen tollen Eindruck bei mir hinterlassen und wurde kürzlich erst neu eröffnet.

(Ich freue mich, wenn ihr eure Buchung über diesen Link vornehmt. Für euch bleibt der Preis gleich und ich erhalte eine kleine Provision, um meine Reiseberichte zu finanzieren. Herzlichen Dank für die Unterstützung!)

Ebenfalls sehr interessant ist das Almi Luxury Rooms, das auch Zimmer mit direktem Poolzugang anbietet. Vor allem für Paare eignet sich diese Unterkunft hervorragend. Das Hotel liegt direkt am Sandstrand von Amoopi, Liegen sind hier für Hotelgäste reserviert.

(Ich freue mich, wenn ihr eure Buchung über diesen Link vornehmt. Für euch bleibt der Preis gleich und ich erhalte eine kleine Provision, um meine Reiseberichte zu finanzieren. Herzlichen Dank für die Unterstützung!)

Was mich bei allen Stränden auf Karpathos sehr beeindruckt hat, war die Wasserqualität. So klares Wasser haben wir im Mittelmeer tatsächlich selten gesehen. Wer gerne schnorchelt, sollte seine Ausrüstung unbedingt einpacken.

Unser persönlicher Lieblingsstrand war der Achata Beach. Nicht nur der Strand ist wunderschön, viel mehr befindet sich das eigentliche Highlight in den Felsen links und rechts der Bucht. Schwimmt man ein Stück entlang der Küste (ca. 50m), entdeckt man kleine Höhlen, in die man hinein schwimmen kann. Besonders faszinierend war das Lichtspiel der Sonne, das die Felswände indirekt beleuchtet und eine fast magische Atmosphäre erzeugt. Das faszinierend mich auch gerade noch, wie ich hier sitze und den Reisebericht schreibe. Das Besondere daran ist meiner Meinung auch, dass es fast keine Fotos darüber gibt. Ich habe auch selbst keine Fotos gemacht. Also entdeckt es selbst, aber gebt bitte unbedingt Acht bei hohem Wellengang. Direkt am Achata Strand befinden sich außerdem zwei entspannte Beachbars für Snacks und Getränke.

Ein weiterer Strand, den ich jedem empfehlen würde, ist der Apella Beach. Auch hier ist das Wasser unglaublich klar und die Kulisse mit den umliegenden Bergen einfach wunderschön. Wer ein paar Minuten entlang des Küstenwegs läuft, findet sogar kleinere Abschnitte, an denen man fast alleine am Strand ist. Besonders angenehm fanden wir die großen Bäume, die natürlichen Schatten spenden. Direkt oberhalb des Strandes gibt es außerdem die Apella Taverne, in der ich eines meiner besten Bifteki gegessen haben.

Ebenfalls sehenswert ist der Diakoftis Beach mit seinem türkisfarbenen Wasser und dem feinen Sandstrand. Allerdings sollte man hier unbedingt vorher die Windverhältnisse prüfen, da der Strand recht exponiert liegt. Wer Flugzeuge mag, wird diesen Ort lieben, da die Maschinen direkt neben dem Strand landen.

Insofern ihr einen Mietwagen auf Karpathos habt, eignet sich das Bergdorf Olympos auf jeden Fall für einen Ausflug. Wir waren dort für ca. 2 Stunden und es hat uns wirklich sehr gut gefallen. Die traditionellen Häuser, die kleinen Geschäfte und die Aussicht machen das Bergdorf sehenswert. Allerdings ist die Anfahrt recht lang vom Süden der Insel. Wer ohnehin einen Tagesausflug in den Norden der Insel plant, sollte Olympos unbedingt mitnehmen.

Im Folgenden findet ihr eine Übersicht der Kosten.

ArtKosten pro PersonHinweise
Flug297 €Austrian Airlines (nur Handgepäck)
Hotel305 €Votsalakia Beach Hotel (inkl. Halbpension)
Mietwagen69 €Kia Picanto (für alle 8 Tage)
Gesamt671 €

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